Aktuelles & Aktionen: Schulen Freudenberg

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Aktuelles & Aktionen

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Aktion RadHelden

Autor: Katharina Roth (Lindtal Schule)
Artikel vom 23.06.2019

Bericht: Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 05.06.2019
von Birger-Daniel Grein

Die Teilnahme der Freudenberger Grundschulen an der Aktion „RadHelden“ war für alle Beteiligten ein voller Erfolg.
Freudenberg. Begeisterte Kinder sowie zufriedene Eltern und Lehrer prägten den Schulvormittag am Dienstag in der Lindtal-Schule Freudenberg. Zusammen mit ihren Kollegen der Eichwald-Grundschule Rauenberg nahmen die Schüler an der Aktion „RadHelden at School“ des Württembergischen Radsportverbands teil (wir berichteten im Vorfeld).
An acht Stationen trainierten sie mit viel Spaß Fahrsicherheit, Koordination und Reaktionsschnelligkeit auf und mit dem Rad. Neben Kindern mit Fahrrädern gingen dabei auch einige mit Tretroller an den Start.
Dem neunjährigen Drittklässler Elias Böxler gefiel am besten der Geländeparcour auf dem Sportplatz. Bei diesem galt es, über verschiedene Hindernisse und Spurbretter aus Holz zu fahren. „Im kleinen Gang geht das am besten“, gaben ihnen die Helfer vorher mit auf den Weg. Vor dem Start galt es, den Sitz des eigenen Helm zu kontrollieren. Dieser war an allen Stationen Pflicht.

Immer Helm tragen
Die zehnjährige Viertklässlerin Pia Hollenbach betonte, sie trage beim Fahren immer einen Helm. So ging es auch den anderen Kindern. Pia hatte es vor allem die Station mit der Wippe angetan.
Mal im Stehen, mal im Sattel sitzend, musste dort in verschiedenen Geschwindigkeiten über die Wippe gefahren werden.
Dabei ging es vor allem um die Schulung des Gleichgewichts. Larissa Hasenfuß, ebenso zehn Jahre alt und in der vierten Klasse, lobte neben den sportlichen Stationen auch die Quizstation der AOK. Mit Hilfe eines Glücksrads wurde die Fragenkategorie festgelegt. Dabei drehte sich alles rund um das Thema gesunde Ernährung.
Beispielsweise wurde gefragt, was Kinder nicht trinken sollen? Diese wussten, dass unter anderem Kaffee und Energydrinks wegen des Koffeins nicht für sie geeignet sind.
An einer weiteren Station ging es darum, sein Fahrrad perfekt unter Kontrolle zu haben. Geübt wurde dort unter anderem das Einhändigfahren und das Rollenlassen ohne Füße auf den Pedalen. Die Kinder merkten aber auch, dass es sogar beim Schieben nicht ganz einfach ist schnell die Vorder- oder Hinterradbremse zu betätigen.
„Da fliegt mein Fahrrad fast um“, stellte ein Zweitklässler fest. Außerdem galt es das Rad zu schieben, während man einen Fuß auf einem Pedal hatte. Auch dies war eine Herausforderungen, die laut Kinder aber auch „lustig“ war.
An der nächsten Station ging es um Rollübungen zur Fahrradbeherrschung. Die Kinder mussten stehend fahren, dabei teilweise ganz langsam fahren oder das Gewicht verlagern. Außerdem galt es, während der Fahrt eine Wäscheklammer von der Leine zu ziehen oder sich beim Fahren ganz klein zu machen.Weiter ging es mit einem Ball. Dieser musste von einem Helfer übernommen und während der Fahrt in einen Korb gelegt oder geworfen werden. Weiterhin musste mit dem Drahtesel ein Parcour in verschiedenen Geschwindigkeiten absolviert werden.
Eine noch größere Herausforderung war eine Verbindung aus Slalom und Abbiegeübung. So galt es, zusätzlich einen Schulterblick auszuführen und dabei eine vom Helfer gezeigte Zahl zu erkennen. Anschließend musste mit Handzeichen nach links abgebogen werden.
Kleinere Stürze blieben an den Stationen nicht aus. Es gab jedoch keine Verletzungen und auch die Räder und Roller blieben heil. „Der Tag war voll cool“, waren sich Larissa, Pia und Elias einig. Alle fahren auch in ihrer Freizeit gerne Rad und machten mit der Familie schon längere Touren.
Geleitet wurde die Aktion „RadHelden“ von Lena Russ aus Stuttgart. Sie ist beim Radsportverband hauptberuflich für das Projekt verantwortlich. In ihrer Freizeit ist sie Trainerin für Einrad und Kunstrad beim RSC Köngen.Pro Schuljahr besucht sie mit der Aktion rund 120 Schulen. „Es ist schön, dass es den Kindern Spaß macht“, freute sie sich im FN-Gespräch. Man sehe aber auch noch einige Unsicherheiten beim Fahren. Die Aktion wird vom Kultusministerium, dem Verkehrsministerium und der Unfallkasse Baden-Württemberg unterstützt. Weiterer Partner ist die Aktion „Gib acht im Verkehr“ der Polizei. Unterstützt kommt zudem von Wirtschaftsunternehmen.

Eltern betreuen Stationen
Das Kultusministerium wolle, dass im Rahmen des Lehrplanbereichs „Fahren, Rollen, Gleiten“ auch das Thema Fahrrad intensiv behandelt wird, erklärte sie. Mit dem Aktionstag wolle man zudem in alle Richtungen für das Radfahren begeistern. Die Kinder sollen Spaß am Radeln bekommen und zudem motiviert werden an ihrer Fahrsicherheit zu arbeiten.
Durch die Einbeziehung der Eltern als Stationsbetreuer wolle man diese anregen, gemeinsam mit ihren Kindern mit den Rad unterwegs zu sein. Für die Freudenberger Kinder hatte Russ lobende Worte: „Die Mehrheit macht beim Radfahren einen fitten Eindruck.“
Auf das gesamte Bundesland betrachtet gleiche sich die Fahrqualität der Kinder in städtischen und ländlichen Regionen zum Positiven an“, resümierte sie. Das sei früher anders gewesen.
Lob gab es auch von den helfenden Eltern. So stellten die beiden Freudenbergerinnen Tabea Turba und Iris Koslowski fest: „Wir finden die Aktion für die Kinder sehr wichtig.“ Gut fanden sie zudem, dass auch das Üben von Verkehrsregeln integriert waren. „Damit kann man nicht früh genug anfangen.“
Auch die Lehrer waren zufrieden. Anne Englert, Klassenlehrerin an der Lindtal-Schule, sagte: „Ich bin erstaunt, wie gut die Kinder die Stationen meistern.“ Nicht jede der gestellten Aufgabe sei so einfach.
Beliebt waren beim Nachwuchs in der Pause die Obststände der Fördervereine der beiden Schulen.